Dringender Rückruf im Februar 2026: Warum diese Babynahrung ab heute sofort entsorgt werden muss

26. Februar 2026

Es ist der Albtraum aller Eltern: Das Fläschchen ist zubereitet, das Baby gefüttert – und dann erscheint die Eilmeldung auf dem Smartphone. Aktuell rufen die Branchenriesen Aptamil, Beba und Milupa zahlreiche Chargen ihrer Säuglingsnahrung zurück. Der Grund ist eine Verunreinigung mit dem Bakteriengift Cereulid, das insbesondere für die Kleinsten gefährlich werden kann.

🚨 Eilmeldung: Rückruf 2026

Chargen-Check: Diese Nummern sind jetzt gefährlich

  • Aptamil Pronutra/Profutura: Überprüfen Sie die Bodenprägung auf die Endungen -AF02 bis -AF22 (MHD 11.2026).
  • Beba Optipro/Expert: Betroffen sind alle 800g Dosen mit dem Produktionskürzel L6124G und einem Haltbarkeitsdatum vor 01.2027.
  • Milupa Milumil: Sofortiger Stopp für Chargen beginnend mit W2026-X. Rückgabe bei Lidl und DM ist ab sofort ohne Kassenbon möglich.

Sicherheits-Check: Was Eltern jetzt wissen müssen

Um Ihnen in dieser unübersichtlichen Lage sofortige Klarheit zu geben, haben wir die wichtigsten Fakten hier zusammengefasst:

  • Betroffene Marken: Vor allem Aptamil (Pronutra, Profutura), Beba (Pre, 1, Junior, Supreme) und Milupa (Milumil).
  • Die Gefahr: Das Toxin Cereulid (produziert vom Bakterium Bacillus cereus). Es ist extrem hitzestabil – Abkochen hilft hier leider nicht!
  • Symptome: Heftiges Erbrechen, Übelkeit und Bauchkrämpfe, meist 30 Minuten bis 6 Stunden nach der Fütterung.
  • Ursache: Eine verunreinigte Zutat aus China (Arachidonsäure-Öl), die weltweit an verschiedene Hersteller geliefert wurde.
  • Handlungsempfehlung: Füttern Sie betroffene Chargen keinesfalls weiter! Sie können die Produkte in jedem Supermarkt (Lidl, Rewe, DM etc.) auch ohne Kassenbon gegen Erstattung zurückgeben.

Der Hintergrund: Ein Toxin, das man nicht wegkochen kann

Die aktuelle Rückruf-Welle im Februar 2026 ist beispiellos. Experten warnen deshalb so eindringlich, weil Cereulid im Gegensatz zu vielen anderen Bakterien nicht durch Hitze zerstört wird. Wer glaubt, durch besonders langes Erhitzen des Wassers auf der sicheren Seite zu sein, irrt leider.

Untersuchungen in Frankreich und der Schweiz haben bereits gezeigt, dass die Belastung in Einzelfällen zu Krankenhausaufenthalten geführt hat. Die EU-Behörden haben daraufhin reagiert und die Kontrollen für Importe aus Fernost drastisch verschärft. Dennoch befinden sich Schätzungen zufolge noch tausende Dosen in deutschen Privathaushalten.

So prüfen Sie Ihre Vorräte zu Hause

Gehen Sie in Ihre Küche und nehmen Sie die Packung zur Hand. Die entscheidenden Daten finden Sie meist auf dem Boden der Dose oder der Rückseite der Faltschachtel.

  1. Suchen Sie nach der Chargennummer (oft eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen) und dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD).
  2. Gleichen Sie diese Daten auf den offiziellen Service-Portalen ab (z.B. aptaclub.de oder bebafamily.de).
  3. Im Zweifel gilt: Sicherheit geht vor. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Packung betroffen ist, verwenden Sie sie nicht weiter und kontaktieren Sie die kostenlosen Hotlines der Hersteller.

Was tun, wenn das Baby bereits getrunken hat?

Keine Panik, aber erhöhte Wachsamkeit: Wenn Ihr Kind innerhalb von sechs Stunden nach der Mahlzeit keine Symptome wie schwallartiges Erbrechen zeigt, ist die Gefahr in der Regel gebannt. Sollte Ihr Baby jedoch auffällig schläfrig werden oder Flüssigkeit nicht bei sich behalten können, suchen Sie umgehend einen Kinderarzt oder eine Notfallambulanz auf. Gerade bei Säuglingen führt Erbrechen sehr schnell zu einer gefährlichen Dehydration (Austrocknung).

Persönliches Fazit und Ausblick

Es ist frustrierend, dass gerade bei den sensibelsten Produkten solche Fehler passieren. Dennoch zeigt der schnelle Rückruf, dass die Kontrollsysteme – wenn auch mit Verzögerung – greifen. Wir bleiben für Sie an dem Thema dran.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche, medizinische oder rechtliche Beratung; alle Angaben sind ohne Gewähr.